Nachhaltigkeitsstrategie für den ASB Regionalverband Bergisch Land e.V. – Ein partizipativer Entwick-lungsprozess
Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Bergisch Land e.V. hat sich mit einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie auf den Weg gemacht, ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Stabilität systematisch miteinander zu verbinden. Das ISI Institut für soziale Innovation durfte diesen Prozess über zwölf Monate begleiten und gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitenden eine Strategie entwickeln, die sowohl ambitioniert als auch praxisnah ist. Die Strategie bildet heute die Grundlage für eine langfristige, standortübergreifende Transformation hin zu mehr Umweltfreundlichkeit und nachhaltigem Handeln.
Aufgabenstellung
Der ASB Regionalverband Bergisch Land beauftragte das ISI Institut damit, eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, die:
- die Vielfalt der Standorte und Dienstleistungen berücksichtigt,
- Mitarbeitende aller Ebenen aktiv einbindet,
- konkrete, realisierbare Maßnahmen für Gebäudeenergie, Mobilität, Beschaffung, Verpflegung sowie Personalmanagement formuliert,
- und die Vision eines sozial gerechten und ökologisch verantwortlichen Verbandes in klare Leitziele übersetzt.
Nachhaltigkeit beginnt im Alltag – und sie braucht Menschen, die sie mittragen. Genau hier setzte das Projekt des ASB Bergisch Land in Kooperation mit dem ISI Institut für soziale Innovation und dem FSI Forum für soziale Innovation an. Im Zentrum stand die Frage: Wie kann eine Organisation mit vielfältigen Standorten und Aufgabenfeldern eine gemeinsame, tragfähige Umweltstrategie entwickeln?
Der Prozess war von Anfang an dialogisch und flexibel angelegt. In enger Abstimmung mit der Geschäftsführung wurden Formate entwickelt, die sowohl die Mitarbeitenden als auch die Führungskräfte aktiv einbezogen. In sieben regionalen Workshops – von Bergisch Gladbach über Solingen bis Wuppertal – wurden die Ergebnisse einer Auftaktveranstaltung mit den Führungskräften vorgestellt und gemeinsam mit den Mitarbeitenden weiterentwickelt. Die Teilnehmenden diskutierten konkrete Umsetzungsideen, identifizierten Schlüsselakteure und Ressourcen und formulierten, was es braucht, um Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag zu leben.
Parallel dazu fanden regelmäßige digitale und analoge Austauschtreffen mit den Führungskräften statt. Diese Treffen dienten nicht nur der inhaltlichen Reflexion, sondern stärkten auch das Gemeinschaftsgefühl und das gemeinsame Verständnis für die strategische Ausrichtung. Unterstützt durch externe Impulse und kreative Methoden wurde so ein Raum geschaffen, in dem Führung Verantwortung für Nachhaltigkeit neu denken konnte.
Am Ende stand ein Strategiepapier, das nicht am grünen Tisch entstanden ist, sondern aus dem gelebten Alltag der Organisation heraus. Es bündelt die Erkenntnisse aus den Workshops, strukturiert Handlungsfelder und benennt konkrete Maßnahmen.