Jugendbeteiligung, die wirkt: Evaluation des Mentoringprogramms #MitmischenNRW
Im Auftrag des Landesjugendrings NRW e.V. hat das ISI Institut für soziale Innovation die wissenschaftliche Evaluation des Mentoringprogramms #MitmischenNRW 2024 durchgeführt. Das Programm stärkt die politische Beteiligung junger Menschen an der Nachhaltigkeitspolitik des Landes Nordrhein‑Westfalen und schafft einen strukturierten Dialog zwischen Jugendlichen und Landtagsabgeordneten. Die Evaluation liefert eine systematische Einschätzung der Wirksamkeit dieses Beteiligungsformats und zeigt auf, welche Bedingungen erfolgreiche Jugendbeteiligung auf Landesebene fördern.
Aufgabenstellung
Ziel der Evaluation war es, die Wirksamkeit des Mentoringprogramms als Instrument der Jugendbeteiligung zu prüfen und zu beantworten, ob es geeignet ist, Jugendpartizipation nachhaltig auf Landesebene zu verankern.
Das Projekt
#MitmischenNRW bringt junge Menschen und Landtagsabgeordnete in Nordrhein-Westfalen zusammen, um politische Prozesse erfahrbar zu machen und gegenseitiges Lernen zu ermöglichen. Doch wie lässt sich die Qualität und Wirkung eines solchen Mentoring-Formats erfassen?
Wir wurde beauftragt, ein Evaluationsdesign zu entwickeln, das sowohl die Perspektiven der Jugendlichen als auch die der Abgeordneten berücksichtigt – und dabei die Besonderheiten eines partizipativen Projekts ernst nimmt.
Der Prozess begann mit vier digitalen Planungsgesprächen, in denen gemeinsam mit der Auftraggeberin Ziele, Methoden und Prozessschritte definiert wurden. Darauf aufbauend entwickelten wir ein mehrdimensionales Evaluationskonzept: Neben einer Beobachtungsstudie zur Auftaktveranstaltung wurden drei quantitative Online-Umfragen in die Reflexionssitzungen mit den Jugendlichen integriert. Die kurzen, präzisen Fragebögen sorgten für eine hohe Rücklaufquote und lieferten belastbare Daten zur Projektwirkung. Ergänzt wurde dies durch eine qualitative Umfrage unter den beteiligten Abgeordneten sowie drei Interviews mit der pädagogischen Begleitperson.
Besonders wichtig war uns die enge Abstimmung mit der Auftraggeberin: Die Evaluation wurde von uns nicht als externer Prüfprozess verstanden, sondern als gemeinsame Reflexion und Weiterentwicklung. Das abschließende Gutachten wurde daher im Zusammenspiel verfasst – mit Raum für inhaltliche Beiträge aus dem Projekt selbst.